HISTORY

2022

Nur wenige Tage nach den Olympischen Spielen von Tokio hatte Nicola Spirig das nächste Ziel vor Augen: Sie nahm im Juni 2022 beim Weltrekordversuch «Ironman unter 8 Stunden» in Dresden teil. Ein monatelanges, neues und herausforderndes Projekt zum Abschluss ihrer Karriere. Es war erst der zweite Ironman ihrer Karriere und diesen beendete sie mit Bravour in 7:34:22 Minuten. Anschliessend nahm Spirig noch an Triathlons in Zürich und Locarno sowie an zwei PTO-Veranstaltungen teil, ehe sie am 17. September mit einer persönlichen Bestzeit im Halbmarathon den Karriereabschied beim Greifenseelauf gab.

2019 - 2021

2021: Im Zeichen der Olympischen Spiele

Das Jahr war geprägt durch die weltweite Covid-19-Pandemie, welche im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr zu etlichen Absagen und Verschiebungen im Wettkampfkalender führte. Höhepunkt war die Teilnahme an den fünften Olympischen Spielen in Tokio. In der japanischen Metropole sicherte sich Nicola mit Rang 6 im Einzelrennen sowie Rang 7 im Teamwettbewerb zwei Olympische Diplome.

2020: Eine Pandemie, Lockdown und Verschiebung der Olympischen Spiele

2020 startete Nicola mit einem Sieg beim Halb-Ironman in Israel verheissungsvoll in die Saison. Doch dann kam alles anders: Pandemie, Lockdown, keine Trainingsmöglichkeiten, keine Wettkämpfe und Nicola stürzte mit dem Velo, erlitt einen Bruch des Radiusköpfchens im Ellbogen. Die Olympischen Spiele wurden verschoben, neue Perspektiven mussten geschaffen werden. Spirig entschied sich, die Karriere bis 2021 fortzusetzen und konnte alles in allem noch an neun weiteren Wettkämpfen erfolgreich teilnehmen.

2019: Eine fünfköpfige Familie und die Qualifikation für die fünften Olympischen Spiele

Am 11. April 2019 ist das dritte Kind von Nicola, der kleine Alexis geboren. Die ganze Familie freut sich auf die Zeit zu fünft. Nicola’s Ziel in diesem Jahr ist die Qualifikation für ihre fünften Olympischen Spiele in Tokio 2020.

2017 - 2018

2018: Sechster Europameistertitel

13 Rennen hat Nicola in der Saison 2018 bestritten und diese waren äusserst erfolgreich. Die Olympiasiegerin von 2012 sicherte sich ihren sechsten Europameistertitel und gewann ebenfalls in Glasgow im Team Releay die Silbermedaille. Nur wenige Tage später gewann Nicola vor ihrem Heimpublikum in Lausanne das Weltcup-Rennen. Nach dem Rennen vom 25. August bei den ITU World Triathlon Series in Montreal (fünfter Platz) beendete Nicola ihre Saison. Im April 2019 erwartet Spirig ihr drittes Kind.

2017: Das Familienglück zu viert

Yannis, Reto und Nicola heissen Malea Lexi in der Familie willkommen. Der kleine Sonnenschein erblickt am 20. Mai 2017 um 13:26 im Spital Bülach das Licht der Welt. Sie ist gesund und voller Energie.

2015 - 2016

2016: Silbermedaille an den Olympischen Spielen in Rio

Trotz schwerem Sturz im März und Mehrfachbruch der linken Hand: Nicola gibt nicht auf und kämpft. Die Trainingseinheiten, die Wettkampfplanung – alles wird überdacht und angepasst. Eine mental schwierige Zeit für die Olympiasiegerin. Doch Nicola überwindet die grosse Hürde und wächst an den Herausforderungen. Ihr Trainer sagt: “Sie ist so fit wie noch nie”. 20. August 2016: Nicola ist bereit. Sie schwimmt stärker denn je, dominiert und diktiert das Rennen auf der gesamten Radstrecke und liefert sich mit der späteren Siegerin Gwen Jorgensen ein Laufspektakel, das – nach London 2012, dem knappsten Finale in der Olympiageschichte – unvergessen bleibt. Nach Gold in London, Silber in Rio.

2016: Massensturz in Abu Dhabi

Höhentraining St. Moritz, zwei Trainingslager auf Gran Canaria. Nicola ist topfit. Im März der erste Wettkampf in der ITU World Series in Abu Dhabi. Massensturz auf der Radstrecke. Nicola muss aufgeben, da die Mittelhandknochen der linken Hand mehrfach gebrochen sind. Nach einer Operation folgt während mehrerer Wochen ein reduziertes Training. Der Weg nach Rio muss neu geschrieben werden. Das Ziel bleibt: An den Olympischen Spielen in bestmöglicher Form am Start zu sein.

2015: Zwei Siege, ein Muster

Ein Jahr vor Olympia sind die Ziele fürs 2015 klar: die ersten European Games in Baku (Aserbaidschan) und die Heim-EM in Genf. Ein Sieg in Baku sichert Nicola vorzeitig die Qualifikation für Rio 2016 – als erste Schweizer Athletin. Und den fünften Europameister-Titel erkämpft sie sich nach demselben Muster wie zuvor in Genf. Mit Rückstand aus dem Wasser, Aufholjagd auf dem Rad, Dominanz ausbauen auf der Laufstrecke und mit komfortablem Vorsprung siegen.

2013 - 2014

2014: 4. EM-Titel, Marathon-EM und Ironman-Sieg

Triathlon – und neu Marathon: 2:42:53 – Nicola schafft die Limite für die Leichtathletik-Europameisterschaften 2014 im eigenen Land. In Zürich läuft sie den Marathon an der EM in 2:37:12.

Zwei Monate später wird sie im österreichischen Kitzbühel Triathlon Europameisterin – zum vierten Mal. Und im Herbst greift sie auf der Langstrecke an – im mexikanischen Couzmel holt sie ihren ersten Ironman-Sieg.

2013: Nicolas privates Glück

Olympiasiegerin, Sportlerin des Jahres. Nach Nicolas sportlichen Höhepunkten folgen einschneidende private Ereignisse. Ende 2012 heiratet sie ihren langjährigen Partner, den Ex-Profi-Triathleten Reto Hug. Und im Frühling 2013 erblickt Söhnchen Yannis das Licht der Welt. Yannis ist der neue Trainingsbegleiter von Nicola – vorderhand noch im Baby-Jogger.

2011- 2012

2012: Der Traum geht in Erfüllung

London, August 2012 – das knappste Finale in der Olympia-Geschichte: Nach jahrelanger Vorbereitung und tausenden von Trainingsstunden holt sich Nicola den Olympiasieg. In einem packenden Schlusssprint wirft sie sich praktisch zeitgleich mit der Schwedin Lisa Nordén ins Ziel. Doch Nicola setzt sich gegen Lisa durch. Das Zielfoto entscheidet zu Gunsten der Schweizerin.

Im selben Jahr darf Nicola anlässlich der Schweizer TV-Gala auch noch die Auszeichnung zur «Sportlerin des Jahres» entgegennehmen.

2012: Der Weg an die dritten Olympischen Spiele

Die Olympiasaison beginnt für Nicola mit einem Paukenschlag an den Europameisterschaften in Israel: Sie wird zum dritten Mal Europameisterin – innerhalb von vier Jahren.

2011: Das Verletzungspech

Die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in London laufen. Doch das Trainings-Programm muss gezwungenermassen angepasst werden. Eine Stressfraktur im Schienbein erlaubt es Nicola nur reduziert zu trainieren. Dank guter medizinischer Betreuung un der Unterstützung der Partner und der Familie kann Nicola die Verletzung erfolgreich überwinden.

2009 - 2010

2010: Ihr Studien-Abschluss

Ein zweites Standbein neben der Sportkarriere: Nach zwei Unterbrüchen vor den Olympischen Spielen 2004 und 2008 schliesst Nicola 2010 ihr Jurastudium – Liz I und Liz II mit magna cum laude erfolgreich ab.

2010: Der zweite EM-Titel

Das Ziel: Die Verteidigung des Triathlon EM-Titels aus dem Vorjahr. Was Nicola auch schafft. Im irischen Athlone wird sie zum zweiten Mal Europameisterin. Obendrauf holt sie sich im gleichen Jahr auch noch den Titel als Triathlon Vize-Weltmeisterin.

2009: Die Triathlon Europameisterschaft

Ein neuer Olympiazyklus und ein Start nach Mass. Ein Jahr nach Peking 2008 bezwingt Nicola ihre starke Konkurrenz an den Europameisterschaften in Holten (NL) und holt ihren ersten Europameistertitel.

2006 - 2008

2008: Das Olympische Feuer in Peking

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gehört Nicola erstmals zum erweiterten Favoritenkreis im Triathlon. Mit einem couragierten Rennen kann sie ihre Position in der Weltspitze behaupt und holt sich mit dem 6. Platz ein Olympisches Diplom.

2007: Die Etablierung an der Weltspitze

2007 schafft Nicola den Sprung an die Weltspitze bei der Elite, der stärksten Atleten-Klasse. Sie gwinnt in Kopenhagen ihre erste EM Bronzemedaille und feiert im gleichen Jahr ihren ersten Triathlon-Sieg am Weltcuprennen in Eilat. Im gleichen Jahr folgt das nächste Karriere-Highlight – der erste Ironman 70.3 Sieg im Heimrennen in Rapperswil.

2006: Der Trainerwechsel

Die Weichen für eine erfolgreiche Karriere sind gestellt. Nicola und ihr Vater Sepp, der sie bisher gecoacht hat, haben ganze Arbeit geleistet. Den Weg an die weltspitze kann sie nur im Trianing in einer internationalen Gruppe erreichen – und die findet sie beim Erfolgstrainer Brett Sutton. Von ihm wird sie von nun an gefordert und gefördert – und zu Höchstleistungen getrieben.

2001 - 2005

2004: Die ersten Olympischen Spiele

Sommerspiele 2004, Athen. Nicolas erste Teilnahme an Olympischen Spielen. Sie ist 22, eben erst aus dem Juniorenalter heraus und unheimlich motiviert – trotz Stressreaktion im Schienbein in den Monaten davor gelingt ein 19. Rang.

2001: Newcomerin des Jahres – Fokus auf Triathlon

2001 holt Nicola nach einem 2. und 3. Rang in den Vorjahren auch im Triathlon den Junioren Weltmeistertitel. Auf den sportlichen Höhenflug folgt im Dezember 2001 die Auszeichnung zur Newcomerin des Jahres. Nicola avanciert zur Triathloet-Hoffnung schlechthin. Noch im gleichen Jahr knackt Nicola den Juniorinnen Schweizerrekord 10’000m Bahn-Rekord mit einer Zeit von 35:05:87.

1993 - 2000

1999 – 2000: Erste internationale Erfolge

1999 gewinnt sie mit 17 Jahren im Duathlon und Triathlon den Europameistertitel bei den Junioren, dazu holt sie die Silbermedaille an der Crosslauf EM und den Vize-Weltmeistertitel im Triathlon auf Juniorenstufe. Im Jahr darauf holte sie sich ihren Duathlon Junioren-Weltmeistertitel die Bronzemedaille an der Triathlon WM plus die Silbermedaille an der Junioren Cross EM.

1993: Der stille Helfer

Bereits mit 11 Jahren hat Nicola ihren eigenen Velomechaniker, Harry Hossli. Mit 12 Jahren erhält sie ihr erstes gesponsertes Rad, vom Radcenter Vögeli zur Verfügung gestellt. Hossli repariert und kümmert sich bereits dazumal um die Instandhaltung des Rades. Harry Hossli, heute Inhaber von Krauer’s Radstudio, setzt ihre neuen Velos bis heute zusammen und hält diese in einem top Zustand. In ihren 23 Jahren Wettkampf hatte Nicola nie eine Velopanne!

1982 - 1992

1992: Der erste Triathlon

Erste Wettkampferfahrung macht Nicola beim damaligen Voksbank-Lauf und gewinnt als 1.-Klässlerin auf Anhieb die regionale Ausscheidung in Neuhausen. Den ersten Schülertriathlon absolviert sie beim Egelsee in Bubikon 1992. Mit der Startnummer 13 wird sie zweite hinter einer 2 Jahre älteren Teilnehmerin – alle folgenden Schüler-SM gewinnt sie. Die Weichen für eine erfolgreiche Karriere sind gestellt.

1988: Die Schule

Nicola nutzt viele Angebote: Meitliriege und Basketballtraining im Dorf Winkel, Schwimmen im Schwimmclub Kloten, Velofahren und Laufen mit dem Vater, Tennisspielen auf dem Quartiertennisplatz – Sport gehört bei ihr zum Alltag. Im Winter verbringt sie viele Wochenenden im Ferienhaus beim Schneesport.

1982: Die ersten Schritte

Nicola ist das jüngste der drei Spirig Kinder. Sie wird von Bruder Thomas und Schwester Kathrin intellektuell und sportlich gefordert und gefördert. Die Eltern sind beide Sportlehrer und Sport in vielen Formen spielt im Familienprogramm immer eine wichtige Rolle. In Winkel bei Bülach wächst Nicola auf, direkt neben dem Wald, der zum Spielen und Laufen einlädt. Im Ferienhaus auf 1600m Höhe in Bad Ragaz/Pizol sind Skifahren, Snowboarden und Berg- und Skitouren angesagt.